Zu lesen in Rhöner Platt gibt es, laut Lauer, nicht viel, da der Rhöner Dialekt eher zum Sprechen taugt. Phonetisch sei unser Platt schwer mit dem bekannten Alphabet aufzuschreiben – ähnlich einer Fremdsprache. Um dennoch einen Beitrag zu leisten, habe er sich u.a. zur Aufgabe gemacht, Bücher mit genau dieser Sprache zu verfassen. So hat er z.B. den Klassiker „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry ins Platt übertragen. In dem ebenfalls bei Parzellers Buchverlag, Fulda erschienenen Buch „Es gett de Maänsche bee de Lüüd“ ist neben vielen anderen Gedichten und Geschichten aus der Rhön auch „De Herrgott unn es Rhöner Platt“ enthalten.

Zumeist in Reimen, oft zum Schmunzeln oder Lachen, mit einem erhobenen Zeigefinger oder mit einem Augenzwinkern widmete Lauer sich gleichermaßen aktuellen Themen, u.a. der „Berliner Ampel“ wie auch dem dörflichen Leben vergangener Zeiten.

Mit der vom Vorstand des KGV vorbereiteten Lesung wollte der umtriebige Rhöner zwei Herzensanliegen verbinden: Den Erhalt des Kulturgutes Rhöner Platt auf der einen Seite und die Unterstützung wichtiger sozialer Projekte andererseits. Deshalb auch war der Eintritt frei.

Nach zwei Stunden mit Geschichten, Gedichten und Anekdoten ausschließlich in Platt gab es für Lauer viel Applaus von den Zuhörern, einen geschenkten „Schwoartemoache“ vom Hausherrn Norbert Mihm und schließlich großzügige Geldspenden zur Weitergabe an den Kinderhospizdienst der Malteser in Fulda.

(h-j k)

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